Aktiver Subwoofer – Für die tiefen Töne

Wenn Du wie ich bist, dann liebst Du das Kribbeln in der Brust, wenn der Bass deinen Körper erreicht. Egal ob Du im Auto sitzt, im Wohnzimmer einen Actionfilm guckst, oder professionell Musik abmischen willst, um das komplette Frequenzspektrum wahrnehmen zu können, darf ein aktiver Subwoofer bzw. ein Subwoofer generell nicht fehlen. Doch wie finde ich einen geeigneten Subwoofer beziehungsweise worauf muss ich achten, wenn ich einen Subwoofer kaufen möchte? –  Diese Fragen möchte ich Dir in diesem aktiv Subwoofer Test gerne beantworten. Informationen zu Subwoofern im Auto findest du hier. Subwoofer selber bauen? – Anleitung. Oder suchst du Wireless Lautsprecher? – USB Mikrofone findest Du hier – Laptops für Studenten findest Du hier

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Der Unterschied zwischen aktivem und passiven Subwoofer

Der wesentliche Unterschied zwischen einem aktivem und einem passivem Subwoofer besteht darin, dass ein aktiver Subwoofer im Gegensatz zum passiven Subwoofer einen integrierten Verstärker besitzt. Dies bedeutet, dass der Subwoofer mit Verstärker nur noch ein Cinch-Kabel und Stromversorgung braucht, um den „Bass-Woofer“ in Gang zu setzen. Ausserdem lässt sich für aktive Subwoofer die Übernahmefrequenzen festlegen, sodass man entscheiden kann, welche Frequenzen vom „Woofer“ ausgegeben werden sollen, wodurch das Klangbild insgesamt besser werden kann. Ein aktiver Subwoofer ist also eine All-in-One-Lösung und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, denn um sowohl Verstärker, als auch passiven Subwoofer kaufen zu können bedarf es einer Menge Geld. Mehr Details zu aktiven Lautsprechern findest Du hier.

Für jeden, der keinen Verstärker oder Receiver mit Subwoofer-Ausgang besitzt, ist ein aktiver Subwoofer essentiell. Gerade für private Zwecke, wie z.B einem Heimkino, findet ein aktiver Subwoofer Verwendung, da der Verstärker im Receiver meist viel zu schwach ist, um den „Woofer“ zu versorgen.

Die Vor- und Nachteile des aktiven Subwoofers im Überblick

 

  • All-in-One Lösung
  • besseres Ergebnis, als bei passivem Subwoofer bei gleichem Preis

  • Übernahmefrequenzen einstellbar
  • integrierte elektronische Filter für besseren Sound

  • weniger gut für Konzerte und öffentliche Veranstaltungen geeignet
  • Subwoofer können die Nachbarn enorm stören


Die richtige Größe finden

Nach Raumgröße:

Generell gilt für die Größe des Subwoofers: Je größer der Woofer, desto mehr Volumen hat er bzw. tiefer kann er spielen. Doch Vorsicht, in kleinen Räumen sorgen kleinere Subwoofer für ein weitaus besseres Klangbild wie unser aktiv Subwoofer Test zeigt, da sie im Gegensatz zu den großen „Woofern“ weniger nachschwingen. Somit klingen sie präziser. In kleinen Räumen sollte die Größe des Subwoofers 12 Zoll nicht überschreiten.

Nach Lautsprechergröße:

Ein weiteres Kriterium ist die Größe der bereits vorhandenen Lautsprecher. Zu kleinen Satellitenboxen passt ein 8-10 Zoll aktiver Subwoofer wunderbar. Bei großen Tower-Lautsprechern hingegen benötigt man schon mindestens einen 12 Zoll- Subwoofer, um den Bass vernünftig wiederzugeben.

Den Subwoofer positionieren

Die Positionierung des Subwoofers in Räumen ist eine Sache, vor der sehr viele Respekt haben, da sie sich mit Schallwellen und Raumakustik nicht auskennen. Dabei wird dies als der wichtigste Schritt zum guten Sound angesehen, auch wenn sich Wellen unter 80 Hertz nicht zielgerichtet, sondern kugelförmig ausbreiten. Dabei gibt es einen Trick, den jeder Amateur anwenden kann, um einen geeigneten Platz für den „Woofer“ zu finden.

Der so genannte „Crawler-Trick“

Bei diesem Trick stellt man den „Woofer“ zunächst an den Platz, von dem aus man die Anlage hören möchte, z.B die Couch oder der Schreibtischstuhl. Dann lässt man Audio über die Anlage laufen und prüft von jeder Stelle des Raumes aus den Sound des „Woofers“. An der Stelle, an der die Bässe am besten klingen, sollte dein aktiver Subwoofer platziert werden. Sollte diese Stelle ungünstig liegen, z.B mitten im Raum, so muss eine alternative Stelle gefunden werden. Generell sollte ein aktiver Subwoofer nicht in Ecken platziert werden, da tiefe Frequenzen dort stark reflektieret werden und sich das Klangbild verschlechtert.

Hier ein Video dazu, wie ein aktiver Subwoofer aufgestellt werden sollte:

 

aktiver Subwoofer

Wie viel Watt braucht mein aktiver Subwoofer?

Vor Subwoofern mit hoher Leistung schrecken die meisten zurück, da sie damit sofort eine hohe Lautstärke verbinden. Das ist jedoch nicht richtig, wie unser aktiv Subwoofer Test zeigt. Ein 1000 Watt Subwoofer muss nicht zwangsweise lauter als ein 100 Watt Subwoofer sein. Am Ende bist du es, der die Lautstärke am Regler einstellt. Jedoch klingt der 1000 Watt Subwoofer bei derselben Lautstärke besser als der 100 Watt Subwoofer. Dank moderner Technologie sind „Woofer“ mit 300, 500 und höheren Wattzahlen mittlerweile bezahlbar. Man kann schon für 50 Euro einen 500 Watt Subwoofer kaufen, jedoch gilt auch bei Subwoofern je höher der Preis, desto höher die Qualität. Jeder muss für sich selber entscheiden, ob er einen günstigen oder teuren Subwoofer haben möchte.

Empfohlene Leistung für verschiedene Subwoofer-Größen

 

8″ 50 Watt
10″ 75 Watt
12″ 100 Watt
15″ 150 Watt
18″ 250 Watt

 

Die Größe der Treiber

aktiver SubwooferSubwoofer haben unter Lautsprechern die größten Treiber (Woofer), weil sie die meiste Menge an Luft bewegen müssen um tiefe Frequenzen abzuspielen. Um eine Oktave tiefer zu spielen, braucht es viermal soviel „Output“, um dieselbe Lautstärke zu halten. Im Allgemeinen ist die Frequenz, die ein Lautsprecher auf einem vorgegebenen Verzerrungs-Level reproduziert umso niedriger, je niedriger die Resonanzfrequenz des Lautsprechers ist.

Die Resonanzfrequenz (bezeichnet als FS) ist bestimmt durch eine Kombination aus der Masse der beweglichen Teile des Lautsprechers, (Membran, Staubkappe, Schwingspule und Spulen-Körper) und der Konformität (das heißt Flexibilität) der Membran-Aufhängung (Surround und Spiders).  Unter normalen Bedingungen brauchen wir einen leistungsfähigen Verstärker, damit ein aktiver Subwoofer läuft. Dein Ziel sollte es allerdings sein, den Subwoofer so laut einzustellen, dass er bei jeder Lautstärke gut mit den restlichen Lautsprechern klingt.

Die üblichsten Größen für einen Subwoofer sind 8, 10, 12, 15 oder 18 Zoll. Obwohl ein 18 Zoll Subwoofer die tiefsten Frequenzen bei der größten Lautstärke wiedergeben kann, ist ein großer Treiber nicht die beste Option für die optimale Basswiedergabe, denn diese sind viel schwerer zu stimmen, beziehungsweise zu kontrollieren. Es gibt mittlerweile 10 Zoll Subwoofer auf dem Markt, die genauso viel Luft bewegen, wie alte 15 Zoll „Woofer“. Dies liegt an der höheren Ausdehnung der Membran heutzutage. Hierbei ist es besonders wichtig, dass der Treiber gut produziert wurde und qualitativ hochwertig ist, sodass er in einem linearen Bereich bleibt, wenn er sich so weit bewegt. Ausserdem ist dabei ein guter eingebauter Verstärker von Wichtigkeit.

Direktstrahler oder Bodenstrahler?

Direktstrahler sind Subwoofer, bei denen die Membran an der Vorderseite liegt. Sie geben die Schallwellen an die Raumluft ab und nicht an den Boden. Bei Bodenstrahlern hingegen ist die Membran unter dem „Woofer“ und gibt die Schallwellen nach unten ab. Letzteres soll gewährleisten, dass sich der Bass gleichmäßig im Raum verteilt. Wir sind jedoch der Meinung, dass dies jedoch zu großen Problemen führen kann, sobald unter einem Leute leben, wie es in Wohnungen meist der Fall ist, da der ganze Boden mitschwingt. Wer jedoch in einem abgeschotteten Haus lebt und Sound-Effekte physisch spüren möchte, sollte auf einen Bodenstrahler zurückgreifen.

Downfire = Bodenstrahler

Frontfire = Direktstrahler

 

Offener oder geschlossener Subwoofer?

Bei Subwoofern unterscheidet man ausserdem zwischen offenen und geschlossenen Gehäusen. Offenen Gehäusen (auch Bassreflexboxen genannt) wird die bessere Wiedergabe von tiefen Frequenzen nachgesagt. Geschlossene Gehäuse sollen dafür präziser klingen.

Geschlossene Gehäuse gewährleisten also, dass der Bass präzise und akkurat wiedergegeben wird, da keine Luft herein bzw. heraus kommt. Dafür brauchen sie in der Regel mehr Strom, um die selbe „Menge“ an Bass wiederzugeben, wie das offene Gehäuse, da das offene Gehäuse durch seine Öffnung tiefe Frequenzen verstärkt.

Wenn es um einen qualitativ hochwertigen Bass geht, sind jedoch beide Modelle bestens geeignet, wie unser aktiv Subwoofer Test beweist. Man sagt jedoch, dass man für Jazz, klassische Musik oder andere „akkustischen“ Genres eher einen geschlossenen Subwoofer kaufen sollte. Dementsprechend rät man Hörern der Genre Hardrock, Hip Hop, EDM usw., dass sie eher einen offenen Subwoofer kaufen sollten.

Da wir auf dieses Thema nicht weiter eingehen werden findest Du technisch mehr ins Detail gehende Informationen zu diesem Thema hier.

 
Den Subwoofer anschließen

Subwoofer kaufenEinen Subwoofer anzuschließen, ist denkbar einfach. Der Subwoofer wird lediglich mit einem Cinch-Kabel (auch RCA-Kabel genannt) an den Receiver angeschlossen. Der Receiver besitzt dafür einen Subwoofer-Ausgang (RCA Output) und der Subwoofer einen „Low Level Input“. Manche Subwoofer benötigen noch nicht einmal ein Kabel, sondern werden per Funk mit dem Receiver verbunden.

Sobald man einen Subwoofer anschließt, sollte man unbedingt die Übergangsfrequenz zu den bereits vorhandenen Lautsprechern einstellen. Dies bedeutet, dass die Frequenz des „Woofers“ genau da aufhört, wo die Frequenz der anderen Lautsprecher beginnt. Andernfalls würden gewisse Frequenzen doppelt, oder gar nicht abgespielt werden. Die exakte Übergangsfrequenz lässt sich in der Bedienungsanleitung der Frontboxen nachlesen. Diesen Schritt lässt wie bereits erwähnt nur ein aktiver Subwoofer zu.

Tipp: Unser aktiv Subwoofer Test zeigt, dass sich Subwoofer und Lautsprecher von demselben Hersteller am besten aufeinander abstimmen lassen. Am Besten also nicht erst den Subwoofer anschaffen, sondern vorher überlegen welcher Subwoofer überhaupt zu den restlichen Lautsprechern passt.

 

Den Sound optimieren

mit Presets:

Oft stellt ein aktiver Subwoofer Preset-Möglichkeiten zu Verfügung. Presets sind vorgefertigte Einstellungen für verschiedene Anlässe, wozu verschiedene Musikstile, Filme oder Videospiele zählen. Das passende Preset für den gegeben Anlass auszuwählen, kann das Klangbild enorm verbessern.

mit eingebautem Equalizer:

Equalizer ermöglichen es einem, Einfluss auf die Lautstärke der einzelnen Frequenzen zu nehmen. So kann man z.B manuell die bestimmte Frequenzen anheben, die in dem Raum, in dem man sich befindet, untergehen. Genauso kann man aber auch Frequenzen absenken, die in dem gegebenen Raum zu stark herauskommen. Meist besitzt ein aktiver Subwoofer auch einen „Lowcut Filter“, welcher alle Frequenzen unter einem bestimmen Wert abschneidet. Diese Option ist jedoch meistens unsinnig, da wir uns Subwoofer anschaffen, um die tiefen Frequenzen endlich wahrnehmen zu können.

mit einem Raumakustik-Test:

Bei sehr teuren Subwoofern besteht oft die Möglichkeit eines Raumakustik-Tests. Hierbei misst der „Woofer“ mit einem integrierten Mikrofon die individuelle Akustik des Raumes und passt den Sound automatisch an die Raumgegebenheiten beziehungsweise die Raumreflektionen an. Wir sehen diese Funktion als sehr hilfreich an.

Machen 2 Subwoofer in einem Raum Sinn?

aktiv Subwoofer TestViele Receiver haben nicht nur einen Subwoofer-Anschluss (7.1 System) sondern zwei Subwoofer-Anschlüsse (7.2 System). Warum würde sich ein zweiter aktiver Subwoofer anbieten?

Da Schallwellen mit einer tiefen Frequenz (Bassfrequenzen) sehr lang sind und im Raum an den Wänden reflektiert werden kommt es dazu, dass sie zum Subwoofer zurück reflektiert werden. Dort überlappen sie sich mit dem Originalsignal. An manchen Stellen werden sich die Wellen dann gegenseitig auslöschen. Bei einer Phasen-Auslöschung hört man die betroffene Frequenz an einer bestimmten Stelle im Raum nicht mehr. Wellenverschiebungen werden in der Tontechnik „Phasing“ genannt. Die Folge von „Phasing“ ist dann, dass bestimmte Frequenzen übermäßig laut und andere übermäßig leise bzw. gar nicht hörbar sind. Für die Stellen im Raum, an denen kein Bass zu hören ist, kann ein zweiter aktiver Subwoofer nützlich sein, um diese Lücken zu füllen. Vielleicht willst Du dir jetzt sofort einen zweiten Subwoofer besorgen. Wir raten allerdings von schnellen Entscheidungen ab. Überprüfe zunächst ob es in deinem Fall überhaupt notwendig ist einen zweiten Subwoofer zu kaufen.

Die Fernbedienung kann entlasten:

Da es oft nötig sein wird, Einstellungen an dem Subwoofer zu tätigen, sollte man einen Subwoofer kaufen, der im Zubehör eine Fernbedienung bereit hält. Oftmals steht ein aktiver Subwoofer an ungünstigen Stellen und es ist sehr lästig, an seine Regler heranzukommen. Die Einstellungen von einer Couch oder einem Sessel aus zu tätigen, ist dabei um einiges bequemer.

Wie viel Geld sollte man ausgeben?

Der beste Preisbereich für Subwoofer liegt zwischen 250 und 450 Euro. Subwoofer aus diesem Preisbereich liefern einen gewaltigen Bass und halten zudem noch sehr lange. Sie benutzen Lautsprecher mit riesigen Magneten sowie Verstärker mit großen Stromwandlern, was alles zu einem grundsätzlich besseren Sound führt. Das Gewicht des „Woofers“ spielt ausserdem eine entscheidende Rolle. Je weniger ein aktiver Subwoofer wiegt, desto weniger muss auch darin sein. Ein guter aktiver Subwoofer wiegt oft fast doppelt so viel wie ein schlechter aus sehr niedrigen Preisklassen. Um am Ende ein gutes Sound-Ergebnis zu haben, sollte man also keinen zu günstigen Subwoofer kaufen. Nennenswerte Subwoofer-Marken sind Canton oder Klipsch. Wem Qualität nicht ganz so wichtig ist, der kann natürlich auch einen besonders günstigen Subwoofer kaufen. Uns ist es wichtig, dem Leser die volle Freiheit über seine Entscheidungen zu gewähren.

Zum Schluss ein paar wichtige Worte:

Die meisten Menschen assoziieren Subwoofer mit den „Bum Bum“-Geräuschen, die an der Ampel aus tiefer gelegten Autos kommen. Das ist jedoch schlechter Bass, welcher auch noch laut aufgedreht wird. Ein qualitativ hochwertiger aktiver Subwoofer, der richtig im Raum platziert wird, kann tiefe Frequenzen realistisch abspielen und das Ergebnis ist kein „Bum Bum“-Sound.

Die Idee hinter jedem Lautsprechersystem ist es, alle Frequenzen der vorhandenen Audiodatei gleichmäßig wiederzugeben und nicht einfach bestimmte Frequenzen zu manipulieren. Dadurch soll es dem Hörer einfach nur möglich sein, alle Frequenzen, die in der Audiodatei vorkommen, wahrzunehmen, sofern das biologisch möglich ist. Da das menschliche Gehör Frequenzen von 20 – 20.000 Hertz wahrnehmen kann, braucht es dementsprechend ein Lautsprechersystem, dass diese Spanne wiedergeben kann.

Also zusammengefasst, ein guter Bass ist nicht mehr Bass, sondern eine getreue Wiedergabe des Basses, so wie er existiert. Sollte einem der Bass immer noch zu schwach sein, kann man diesen jederzeit mit Hilfe des Volume-Reglers aufdrehen.

Unser aktiv Subwoofer Test ist nun am Ende angekommen. Hoffentlich ist nun klar geworden, was ein aktiver Subwoofer ist und worauf man beim Kauf achten sollte.